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Hanisch Holzbau-Bedachung GmbH & Co. KG

Fachwerk

Restaurieren statt ersetzen

Ein Fachwerkhaus verzeiht keine Standardlösungen. Falsche Materialien – dichter Zementputz, dampfsperrende Farben, Bauschaum in den Gefachen – richten mehr Schaden an als jahrzehntelange Vernachlässigung. Wir arbeiten mit den Materialien, für die die Konstruktion gebaut wurde.

Erst untersuchen, dann sanieren

Am Anfang steht die Bestandsaufnahme: Welche Hölzer sind tragfähig, wo hat Feuchtigkeit oder Schädlingsbefall die Substanz geschwächt, wie ist das Gebäude ursprünglich konstruiert worden? Wir öffnen gezielt, statt pauschal zu entkernen. Oft stellt sich heraus, dass nur die Schwelle und einzelne Ständerfüße erneuert werden müssen – der Rest der Konstruktion steht seit Jahrhunderten und wird noch weitere überstehen.

Handwerkliche Reparatur am Bestand

Geschädigte Hölzer ersetzen wir partiell mit den überlieferten Verbindungen: Blattstöße, Zapfen, schräge Blätter, mit Holznägeln gesichert. Neues Holz wird in Art und Sortierung dem Bestand angepasst, damit die Reparatur nicht als Fremdkörper hervorsticht. Bei denkmalgeschützten Gebäuden stimmen wir das Vorgehen mit der Denkmalbehörde ab – das ist Routine für uns, kein Sonderfall.

Gefache, Putz und Anstrich

Die Gefache füllen wir je nach Bestand mit Lehm, Leichtlehmsteinen oder Ziegel und verputzen mit Kalk- oder Lehmputz. Diese Materialien nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab – genau das braucht ein Fachwerk, damit das Holz trocken bleibt. Als Anstrich kommen Kalk- oder Silikatfarben zum Einsatz. Der Verzicht auf dichte Kunstharzsysteme ist dabei keine Nostalgie, sondern bauphysikalische Notwendigkeit.

Das übernehmen wir für Sie

  • Bestandsaufnahme und Schadenskartierung vor Sanierungsbeginn
  • Partieller Austausch mit traditionellen Holzverbindungen
  • Gefachsanierung mit Lehm, Leichtlehm und Kalkputz
  • Abstimmung mit der Denkmalbehörde
  • Ausführung durch staatlich geprüften Restaurator im Handwerk

Fragen zu Fachwerk

Mein Fachwerk ist außen verputzt oder verkleidet – ist das schlimm?
Es kommt darauf an, womit. Eine hinterlüftete Verkleidung kann sinnvoll sein. Kritisch wird es bei dichtem Zementputz oder Kunstharzfarbe direkt auf dem Holz: Dann kann eingedrungene Feuchtigkeit nicht mehr abtrocknen und das Holz fault von innen. Das sehen wir bei der Besichtigung meist schnell.
Kann man ein Fachwerkhaus energetisch sanieren?
Ja, aber nicht mit Standardaufbauten. Außendämmung verbietet sich bei Sichtfachwerk ohnehin. Sinnvoll sind Innendämmungen mit kapillaraktiven Materialien wie Holzfaser- oder Kalziumsilikatplatten. Wichtig ist eine bauphysikalische Betrachtung vorab – sonst verlagern Sie den Taupunkt ins Holz.
Was kostet eine Fachwerksanierung?
Das hängt vollständig vom Zustand ab und lässt sich nicht pauschal beziffern. Nach der Besichtigung können wir den Umfang meist gut eingrenzen. Bei Denkmälern gibt es zudem Förderungen und steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten, auf die wir Sie hinweisen.
Arbeiten Sie auch an Kirchen und öffentlichen Gebäuden?
Ja. Wir haben unter anderem den Glockenstuhl der Urbanus-Kapelle in Oeverich restauriert. Sprechen Sie uns bei Sakralbauten und historischen Konstruktionen gerne an.

Geben Sie Ihr Projekt in sichere Hände.

Ob Neubau, Sanierung oder Restaurierung: Wir schauen uns Ihr Vorhaben vor Ort an und erstellen Ihnen ein individuelles Angebot – unverbindlich und ohne Kostenfalle.